Vor einiger Zeit habe ich den Atlas der Globalisierung in die Finger bekommen. Ich suchte nach Inspiration für Visualisierungen. Sehr kreativ waren die Visualisierungen darin leider nicht. Stattdessen ist mir einmal mehr aufgefallen, was für ein heißes Thema der Pflegenotstand ist.

Laut einer Prognose des statistischen Bundesamtes wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen bis 2030 um ganze 26% steigen. Bei uns in Bayern sollen es sogar rund 31% sein.

Wir haben das Thema bei Microsoft als Feature Story verarbeitet, um anschließend zu erklären, wie Microsoft mittels Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz zur Lösung des Problems beitragen will. Die Story findet ihr auf dem Microsoft News Center. Wie wir an eine Datengeschichte herangehen, beschreibe ich im nächsten Blogpost ;)

Spannend ist für mich im Vergleich die Perspektive, die der Atlas der Globalisierung einnimmt. Vor allem Japan ist ein großes Thema, da die dortige Regierung ebenfalls Technologien als eine Lösung sieht. Genauer gesagt Robotik.

Statt mehr in eine funktionierende Einwanderungspolitik zu investieren, sollen Roboter den Menschen im Alltag helfen. Laut Premierminister Shinzo Abe soll daher der jährliche Umsatz mit Pflegerobotern bis 2020 bereits auf 500 Millionen US-Dollar wachsen. 2015 waren es noch 166 Millionen.

Die Aufgeschlossenheit zu Robotern beschreibt der Artikel ebenfalls, was ich sehr toll recherchiert finde. Wenn man in die japanische Popkultur schaut, sieht man nämlich schon: Astro Boy, Gundam und viele weitere Animes erzählen von Robotern als Freunde. Im Gegensatz dazu sehen wir gern Frankensteins Monster: Gut gemeint, aber letztlich doch böse.

Die Wurzel könnte im japanischen Shintoismus liegen, in dessen Vorstellung auch Tiere, Orte oder Objekte eine Seele besitzen. So eben auch Maschinen. Eine schöne Vorstellung.